Geschichte von St. Nimmerlein

Ostbayerischer Missionar und Ordensgründer

Über das Leben des Heiligen sind nur wenig genaue Daten bekannt. Der Überlieferung nach tauchte St. Nimmerlein um das Jahr 990 zunächst in der Regensburger Gegend, Wihmuntinga (heute: Burgweinting) auf, von wo aus es ihn dann 991/992 weiter donauaufwärts zog. Zunächst handelte er wohl erfolgreich mit Alteisen.

Seine nachhaltige Verehrung als Wundertäter durch die einheimische Bevölkerung begann einige Zeit später, als St. Nimmerlein auf wundersame Weise einen vorbeikommenden Wanderer heilte, der sich auf der Straße nach Poikam einen rostigen Nagel eingetreten hatte. Nach der Heilung von etwa weiteren 20 Wanderern, die sich an gleicher Stelle ebenfalls rostige Nägel zugezogen hatten — die Straßen, hier die dem Flusslauf folgende Via Danubia, befanden sich damals offenbar in schlechtem Zustand — hatte St. Nimmerlein genügend Geld eingenommen, um sich in Poikam niederzulassen und ein Kloster mit angeschlossener Heilanstalt zu gründen, in dem er bald zahlreiche Anhänger um sich scharte.

Votivgaben (meist in Form wächserner Füße mit rostigen Nägeln), die in der Kirche St. Martin in Poikam bis ins letzte Jahrhundert erhalten geblieben waren, boten ein ergreifendes Bild tiefer Volksfrömmigkeit und zeugten nachhaltig von weiteren Wunderheilungen des St. Nimmerlein.

Nach seinem Tod um das Jahr 1050 im für damalige Verhältnisse hohen Alter von etwa 90 Jahren setzte bald eine rege Wallfahrt, auch aus weiter entfernten Orten wie Tripolis in der Oberpfalz (heute: Teublitz), zu der Grabstätte des Ordensgründers in der Krypta des Klosters ein.

Trotz des heftigen und nachhaltigen Widerstandes des damaligen Bischofs von Regensburg, Gerhard, wurde Nimmerlein bereits wenige Jahre nach seinem Tod heiliggesprochen. Als Gedenktag wurde der 31. September festgelegt.

Der von St. Nimmerlein gegründete Orden (OSN) existiert noch heute und widmet sich nachhaltig karitativen Aufgaben, beispielsweise steht das überregional bekannte Poikamer Kreiskrankenhaus unter seiner Trägerschaft. Zahlreiche Fratres und Schwestern führen nach dem Wahlspruch St. Nimmerleins „Omnia bene fient“ ein asketisches Leben mit nicht mehr als 5 Stunden Schlaf pro Nacht und tragen noch das vom Ordensgründer persönlich festgelegte Habit, das unter anderem das Tragen von Schuhwerk (ursprünglich aus Birkenstöcken hergestellte Sandalen) zwingend vorschreibt. Dargestellt wird St. Nimmerlein meist mit den bekannten Attributen rostiger Nagel und Sandale.

St. Nimmerlein gilt als Patron der Projektleiter, Alteisenhändler und Gebrauchtwagenverkäufer.

Bauernregeln zum St. Nimmerleins-Tag (31.09.):

 

Kuno

Sehr viel später, als die Wege nach Poikam immer noch mit rostigen Nägeln und inzwischen auch vielen Stolpersteinen bedeckt waren, berichtet eine andere Sage vom legendären Alteisenhändler Kuno, der sich in seiner Freizeit leidenschaftlich der PDAtrie widmete.

Kuno — so wird berichtet — habe eines Tages auf einer seiner Pilgerreisen an die Stätte des St. Nimmerlein, mehreren kleinen Raben, die sich beim Aufpicken rostiger Nägel jämmerlich den Schnabel verletzt hatten, das Leben gerettet.

Kuno beschloss daraufhin beim Anblick der leidenden Raben, ab sofort nichts mehr auf den St. Nimmerleinstag zu verschieben. Er beendete sein Vagabundenleben, das er unter anderem erfolgreich mit dem Verkauf rostigen Alteisens finanziert hatte, und ließ sich mit seinem Gefolge an der Strecke nach Poikam nieder. Unter dem Motto „Jetzt packen wir’s an“ beschloss er, sich ab sofort vorwiegend für die Pädiatrie und eine schon längst geplante, aber bisher nicht finanzierbare Errichtung der Station für kleine kranke Raben einzusetzen. Bekannt wurde er daraufhin in der gesamten Region vor allem durch seine für wohltätige Zwecke organisierten Veranstaltungen mit internationalen Super- und anderen Stars. Dort ließ er es sich nicht nehmen, sich mit all seinen Talenten, die er in seinen Jahren als Alteisenhändler, HobbyPDAter und Lebensretter erworben hatte, für die gute Sache einzusetzen. Dies brachte ihm in der gesamten Region derartige Bewunderung entgegen, dass sich schnell zahlreiche Nachahmer fanden und so die ersten Stolpersteine Richtung Poikamer Rabenklinik aus dem Weg geräumt werden konnten.

Weil Alteisenhändler trotz vieler Bemühungen der Poikamer Bevölkerung und des Umlands nicht heilig gesprochen werden können, schlug man Kuno mit dem ersten Spatenstich des neuen Bauteils zum Ritter. Das Ehrenwappen derer von Kuno ziert seither ein kleiner Rabe mit bepflastertem Schnabel.